Was ist Verblisterung? Patientenindividuelle Verblisterung im Überblick
Von Michael Gäbe, Apotheker · Stand:
Das Wichtigste in Kürze
- Beim Verblistern sortiert die Apotheke Ihre Tabletten nach Einnahmezeit.
- Jede Einnahme bekommt einen eigenen Beutel an der Rolle.
- Der Blister passt gut, wenn Sie jeden Tag mehrere Tabletten nehmen.
- Vorher prüft ein Apotheker Ihre Medikamente auf Wechselwirkungen.
Was ist Verblisterung?
Beim Verblistern nimmt die Apotheke Tabletten und Kapseln aus der Packung und packt sie neu. Jede Einnahmezeit bekommt einen eigenen Beutel, sodass für morgens, mittags, abends und zur Nacht alles bereitliegt. Die Beutel hängen als Rolle zusammen, und auf jedem stehen Name und Einnahmezeit. Diese Packung heißt Blister und gehört genau einem Menschen.
Die Tabletten selbst bleiben gleich, neu ist nur die Packung. Fachleute sagen patientenindividuelle Verblisterung, weil der Blister für eine bestimmte Person gemacht ist. Andere Namen sind Blisterservice, Medikamentenblister oder Wochenblister.
Stellen oder verblistern?
Viele Menschen kennen die Dosette, eine Box mit Fächern für jeden Tag. Man füllt sie immer wieder neu, und dieses Füllen heißt Tabletten stellen. Einen Blister nutzt man dagegen einmal und wirft ihn danach weg. Was besser zu Ihnen passt, zeigt der Ratgeber Tabletten stellen oder verblistern lassen?.
Was ändert sich im Alltag?
- Sie sehen sofort, welche Tabletten jetzt dran sind.
- Sie sehen auch, ob Sie Ihre Tabletten schon genommen haben.
- Die Apotheke sortiert für Sie, deshalb sparen Sie jede Woche Zeit.
- Auf jedem Beutel stehen der Inhalt und die Einnahmezeit.
- Ein Apotheker prüft alle Medikamente vorher auf Wechselwirkungen, also darauf, wie sie sich gegenseitig beeinflussen.
Für wen passt der Blister?
Der Blister passt gut, wenn Sie jeden Tag mehrere Tabletten nehmen, vor allem bei gleichbleibender Dosis. Dann liegt jede Woche alles fertig bereit.
Ändert sich die Dosis oft, ist die Packung meist praktischer, denn jede Änderung braucht einen neuen Blister. Das klärt die Apotheke mit Ihnen und Ihrem Arzt.
Der Blister hilft an vielen Orten. Im Pflegeheim bekommt die Pflege die Tabletten jedes Bewohners fertig sortiert. Im Pflegedienst findet die Pflegekraft alles griffbereit vor. Auch zu Hause hilft der Blister. Das gilt für alle, die ihre Tabletten selbst nehmen, und für Angehörige, die dabei helfen.
Welche Medikamente kommen in den Blister?
In den Blister kommen Tabletten, Kapseln und Dragees, die Sie jeden Tag zur gleichen Zeit nehmen. Die Apotheke prüft bei jedem Medikament, ob es in den Blister passt. Manche Tabletten brauchen Schutz vor Licht oder Feuchtigkeit und bleiben deshalb in ihrer Packung.
In der Originalpackung bekommen Sie zum Beispiel:
- Tropfen, Säfte und andere flüssige Medikamente,
- Insulin und andere Spritzen,
- Salben, Cremes und Pflaster,
- Sprays und Medikamente zum Inhalieren,
- Medikamente für den Bedarf, etwa gegen Schmerzen,
- Medikamente, die in den Kühlschrank gehören.
So läuft es ab
Grundlage ist Ihr Medikationsplan, die Liste aller Medikamente mit Dosis und Einnahmezeit.
- Sie oder Ihr Pflegedienst geben der Apotheke den Medikationsplan.
- Ein Apotheker prüft den Plan und klärt Fragen mit dem Arzt.
- Die Blister werden maschinell hergestellt und geprüft.
- Sie bekommen Ihre Tabletten fertig sortiert.
Auf jedem Blister stehen Ihr Name, die Namen der Medikamente, die Einnahmezeit und das Verfalldatum. Die Beipackzettel bekommen Sie dazu.
Wenn sich etwas ändert
Ändert der Arzt Ihre Medikamente, sagen Sie der Apotheke Bescheid. Sie prüft die Änderung und passt den nächsten Blister an. Wenn die Änderung eilt, bekommen Sie das neue Medikament bis dahin in der Packung.
Welche Blisterformen gibt es?
Es gibt zwei gängige Formen. Der Schlauchblister ist eine Rolle aus kleinen Beuteln, ein Beutel je Einnahme. Die Blisterkarte hat Mulden für jeden Tag und jede Einnahmezeit. Beide gibt es als Wochenblister für sieben Tage. Mehr dazu zeigt der Vergleich Blisterkarte, Wochenblister, Schlauchblister.
Das liefert die Knut Apotheke in Dresden-Striesen
Bei uns bekommen Sie die Medikamente als Blisterrolle. Ein Beutel steht für eine Einnahmezeit und trägt Name und Einnahmezeit. Die Knut Apotheke ist seit 2007 auf Pflege-Patienten spezialisiert. Wir versorgen mehr als 20 Pflegedienste und Heime. Pro Jahr geben wir mehr als 250.000 Arzneimittel und mehr als 2,1 Millionen Einzeldosen ab.
Rufen Sie uns an, wenn Sie sich oder Ihre Angehörigen beraten lassen möchten. Ihr Ansprechpartner ist Michael Gäbe, Apotheker und Inhaber der Knut Apotheke. Mehr für Pflegeheime, Pflegedienste und Angehörige: Verblisterung in Dresden · Liefergebiet
Häufige Fragen
Was ist ein Blister für Medikamente?
Ein Blister ist eine Verpackung für Tabletten, auf Deutsch auch Durchdrückpackung. Der Name kommt vom englischen Wort blister für die kleine Mulde, in der die Tablette liegt. Beim Verblistern ist der Blister eine Packung für die Tabletten einer Einnahmezeit. Bei der Knut Apotheke ist es ein Beutel an der Rolle.
Welche Vor- und Nachteile hat die Verblisterung?
Der Blister zeigt Ihnen sofort, welche Tabletten dran sind, und das Sortieren entfällt. Vorher prüft ein Apotheker alle Medikamente auf Wechselwirkungen. Ändert sich die Dosis oft, ist die Packung praktischer, weil jede Änderung einen neuen Blister braucht.
Welche Medikamente kommen in den Blister?
Tabletten und Kapseln, die Sie jeden Tag nehmen. Tropfen, Säfte, Salben und Insulin bekommen Sie in der Originalpackung.
Wie lange ist ein Blister haltbar?
Auf jedem Blister steht ein Verfalldatum. Die Apotheke legt es für jeden Blister fest.
Was passiert, wenn sich meine Medikamente ändern?
Sagen Sie Ihrer Apotheke Bescheid. Sie prüft die Änderung und passt den nächsten Blister an.
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