Blisterkarte, Wochenblister, Schlauchblister: Blisterformen im Vergleich
Von Michael Gäbe, Apotheker · Veröffentlicht: · Aktualisiert: · Lesezeit: 4 Min.
Das Wichtigste in Kürze
- Wochenblister sagt, wie lange ein Blister reicht: eine Woche.
- Schlauchblister und Blisterkarte sagen, wie der Blister gebaut ist.
- Die Rolle ist flach und passt gut zu Pflegeheim und Pflegedienst.
- Die Karte zeigt die ganze Woche in einem Raster.
Überblick: die Blisterformen
Rund um den Blister hört man drei Wörter: Wochenblister, Schlauchblister und Blisterkarte. Wochenblister sagt, wie lange der Blister reicht. Schlauchblister und Blisterkarte sagen, wie er gebaut ist. Ein Wochenblister ist also eine Rolle oder eine Karte.
Bei allen Formen sortiert die Apotheke die Tabletten eines Menschen nach Einnahmezeit. Was Verblisterung genau ist, erklärt der Ratgeber Was ist Verblisterung?.
Wochenblister
Ein Wochenblister enthält die Tabletten für sieben Tage, sortiert nach Einnahmezeit: morgens, mittags, abends und zur Nacht. Viele Pflegeheime und Pflegedienste arbeiten im Wochentakt, deshalb gibt es für jede Woche einen neuen Blister. Änderungen lassen sich so gut planen.
Schlauchblister
Der Schlauchblister heißt auch Blisterrolle oder Beutelblister. Er besteht aus vielen kleinen Beuteln aus Folie, und jeder Beutel enthält die Tabletten für eine Einnahme. Die Beutel hängen als Band aneinander, und man reißt immer den nächsten Beutel ab.
Auf jedem Beutel stehen Name, Datum, Einnahmezeit und Inhalt. Die Folie ist durchsichtig, deshalb sieht man die Tabletten schon vor dem Öffnen. Die Rolle ist flach und braucht wenig Platz. Sie passt in den Medikamentenschrank und in die Tasche der Pflegekraft.
Blisterkarte
Die Blisterkarte heißt auch Wochenblisterkarte. Sie ist eine feste Karte mit kleinen Mulden. Die Spalten stehen für die Tage, die Zeilen für die Einnahmezeiten. Eine Folie verschließt die Mulden, und man drückt die Tablette durch die Folie.
Die Karte zeigt die ganze Woche in einem Raster. An den leeren Mulden sieht man, welche Einnahmen schon vorbei sind. Die Karte braucht mehr Platz als eine Rolle. Dafür kann man sie gut hinstellen oder aufhängen.
Dosette: Tabletten stellen
Die Dosette heißt auch Wochendosierer oder Medikamentenbox. Sie ist eine Box mit Fächern für Tage und Einnahmezeiten, die man immer wieder neu füllt. Dieses Füllen heißt Tabletten stellen. Oft machen das Angehörige oder Pflegekräfte, indem sie die Tabletten aus den Packungen nehmen.
Wann Stellen und wann Verblistern besser passt, zeigt der Ratgeber Tabletten stellen oder verblistern lassen?.
Der Vergleich in der Tabelle
| Merkmal | Schlauchblister | Blisterkarte | Dosette |
|---|---|---|---|
| So sieht es aus | Rolle aus Beuteln | Karte mit Mulden | Box mit Fächern |
| So oft nutzt man es | einmal | einmal | immer wieder |
| Eine Einnahme | ein Beutel | eine Mulde | ein Fach |
| Übersicht über die Woche | als Band | als Raster | als Raster |
| Platz | wenig | mittel | mittel |
| Passt gut für | Pflegeheim und Pflegedienst | alle, die ihre Tabletten selbst nehmen | Angehörige oder Pflege, die selbst sortieren |
Welche Form passt zu wem?
Das hängt vom Ort ab, an dem Sie den Blister nutzen.
Im Pflegeheim zählen feste Abläufe für viele Bewohner. Hier ist die Rolle weit verbreitet, weil sie für jeden Bewohner fertig sortiert kommt und wenig Platz braucht. Mehr für Heime steht unter Verblisterung für Pflegeheime.
Im Pflegedienst nimmt die Pflegekraft die Tabletten mit auf die Tour oder findet sie beim Patienten vor. Eine Rolle mit Namen passt gut dazu.
Zu Hause zählt vor allem die Übersicht. Welche Tabletten sind heute dran, und habe ich die Tabletten für mittags schon genommen? Die Karte zeigt es an den leeren Mulden. Die Rolle hilft genauso, wenn der nächste Beutel bereitliegt.
Ändert sich die Dosis oft, ist die Dosette meist praktischer, denn jede Änderung braucht einen neuen Blister.
Bei jeder Form prüft ein Apotheker vorher den Medikationsplan, also die Liste aller Medikamente. Er achtet auf Wechselwirkungen, also darauf, wie sich Medikamente gegenseitig beeinflussen. Tropfen, Säfte, Salben und Insulin bleiben in der Originalpackung.
Das liefert die Knut Apotheke in Dresden-Striesen
Bei uns bekommen Sie die Medikamente als Blisterrolle. Ein Beutel steht für eine Einnahmezeit und trägt Name und Einnahmezeit. Die Knut Apotheke ist seit 2007 auf Pflege-Patienten spezialisiert. Wir versorgen mehr als 20 Pflegedienste und Heime. Pro Jahr geben wir mehr als 2,1 Millionen Einzeldosen ab.
Pflegedienste und Heime vereinbaren mit uns ein Erstgespräch. Angehörige und alle, die ihre Tabletten selbst nehmen, rufen uns an. Ihr Ansprechpartner ist Michael Gäbe, Apotheker und Inhaber der Knut Apotheke. Mehr für Pflegeheime, Pflegedienste und Angehörige: Verblisterung in Dresden · Liefergebiet
Häufige Fragen
Was ist ein Wochenblister?
Ein Wochenblister enthält die Tabletten für eine Woche. Sie sind nach Einnahmezeit sortiert. Es gibt ihn als Rolle oder als Karte.
Welche Blisterform ist die richtige?
Die Form, die zu Ihrem Alltag passt. Im Pflegeheim und im Pflegedienst ist die Rolle weit verbreitet. Zu Hause hilft oft die Karte mit ihrer Wochenübersicht.
Was ist der Unterschied zwischen Blister und Dosette?
Einen Blister nutzt man einmal. Eine Dosette füllt man immer wieder neu.
Was passiert, wenn sich eine Tablette ändert?
Sagen Sie Ihrer Apotheke Bescheid. Sie prüft die Änderung und passt den nächsten Blister an.
Verwandte Artikel
Was ist Verblisterung? Patientenindividuelle Verblisterung im Überblick
Was ist Verblisterung? Welche Medikamente in den Blister kommen, für wen er passt und was er im Alltag leichter macht.
Tabletten stellen oder verblistern lassen? Entscheidungshilfe für Pflegedienste
Tabletten stellen im Pflegedienst oder verblistern lassen? Vor- und Nachteile im Alltag und eine Entscheidungshilfe für Pflegedienste.
Wir beraten Sie persönlich
Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.
Knut Apotheke Michael Gäbe e.K. · Borsbergstraße 24 · 01309 Dresden